Montag, 9. November 2009

Kapitel 4


Kat Pov


„Scheiße Lex, ich weiß nicht was ich anziehen soll?“, schrie ich aufgebracht durchs Haus und zwar genau so lange bis Alexis seufzend neben mir auftauchte. „Es gibt auch Menschen, die noch normal hören können und dich bereits beim ersten Mal haben Kreischen gehört. Stell dir vor ich hätte Männerbesuch gehabt? Was glaubst Du hätte ich für einen Eindruck bei ihm mit ner irren Freundin hinterlassen“, sie grinste frech und ließ sich auf mein Bett fallen. „Also, wo brennt´s?“

„Ich hab nichts zum Anziehen“, sagte ich erneut, diesmal aber etwas leiser.

„Japp, dass weiß ich bereits. Wohin gehst du eigentlich heut Abend und warum weiß ich nichts davon?“, erwiderte sie schmollend.

„Ich hab ein Date“

„Ein Date? Ein Date – Date?“, fragte sie verwundert.

„Ja verdammt, ein richtiges DATE!!“, ich schrie das letzte Wort fast hysterisch aus.

„Oh mein Gott, hat das mit diesem Umweltscheiß etwa funktioniert und du gehst mit Jared aus?“

Seufzend schüttelte ich den Kopf. „Nein leider nicht, aber ich hab ne andere Idee was meine Unterstützung für die Umwelt betrifft. Wir werden mal unseren Namen einsetzen und Geld spenden“

Lexi sah mich forschend an. „Aha und was hab ich damit zu tun?“

„Du wirst mit helfen, natürlich“

„Naja… Die Umwelt interessiert mich einen Scheiss aber mit wem zum Teufel hast du ein Date?“

„Matt Lanter“

„Matt – wer?“

„Lanter – die Schnitte aus 90210“, erklärte ich, während ich mich wieder meinen Schrank widmete.

„Hm… Ich glaube… naja egal… Also wohin geht ihr?“
„Keine Ahnung“

„Keine Ahnung, na super wie sollst du dann wissen was du anziehen sollst… Lass mich mal gucken“, gab sie schmunzelnd von sich und fing an meinen Schrank zu durchforsten.

Eine Stunde später stand ich fertig vor meinem Spiegel und begutachtete Lexis Werk.


Sie hatte mir ein elegantes weißes mit pailletten besetztes Kleid heraus gesucht zu dem ich meine schwarzen Versus High Heels trug, meine Haare hatte sie mir elegant hochgesteckt.

Grinsend reichte sie mir meine Tasche. „Kondome hab ich eingepackt, versuch heute Abend bei ihm zu bleiben oder sonst wo, ich brauch das Haus für mich heute Nacht“

„Seit wann brauchst du das Haus für dich?“, gab ich giftig zurück und entriss ihr meine Tasche.

„Seit dem du deine Klamotten einfach so im Flur liegen lässt und man bereits Gestöhne hört, wenn man nach Hause kommt“

„Du bist auch nicht viel besser. Wie oft kam ich nach Hause und hab dich mit deiner Begleitung auf der Treppe wild vögelnd wieder gefunden“

Lexi kicherte kurz als ich es unten bereits auch schon Hupen hörte.

„Du wirst abgeholt“

„Stell dir vor.. Ach vergiss es… Brauchst das Haus heute Nacht… Du hast echt einen Sitzen Lexi“

„Na ich will es eben überall treiben heute Nacht“, trällerte sie vergnügt.

„Ich nehm die Hintertür wenn ich heimkomme, man sollte meinen das Haus wäre groß genug, wir werden uns schon nicht in die Quere kommen“

Ich wusste nicht ob Lexi meine Antwort noch mitbekommen hatte, da sie bereits zum Fenster gestürzt war und Matt beobachtete. „Wooooow, was ein Fang“

Ich folgte ihr, begutachtete mich dabei noch einmal im Spiegel.

„Du siehst toll aus, er wird dir nicht widerstehen können. Viel Spass, Süße“, flüsterte sie mir verheisungsvoll ins Ohr, während sie die Tür öffnete und mich hinausschob.

Matt stand an seinen Wagen gelehnt. Eine schwarze Corvette Stingway, ich schätze sie war aus den 70er, ebenso wie mein Impala.

Matt zog gerade genüsslich an seiner Zigarette, als er mich kommen sah, schmiss er sie allerdings schnell auf den Boden und zerdrückte sie mit seinen Schuhen. Grinsend kam er auf mich zu, um mich zu begrüßen.

„Wooooow, du siehst toll aus“, sagte er schmeichelhaft und gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange.

„Danke… Ähm ich wusste nicht wohin wir gehen, ich hoffe, ich bin nicht zu overdressed“, erklärte ich mein Outfit, aber Matt winkte sofort ab, ging um den Wagen herum und öffnete mir ganz Gentlemanlike die Beifahrertür.

„Ganz und gar nicht, es ist perfekt“, säuselte er und bat mich einzusteigen.

„Schöner Wagen“, sagte ich bewundernd und schnallte mich an.

„Ja das ist eine Stingway aus den 70ern“, erklärte er und startete den Wagen. „Kennst du dich mit Oldtimern aus?!“

„Naja wie man es nimmt. Ich hab selbst einen Impala“

„Ehrlich, wow. Hätte nicht gedacht, dass jemand wie du… Du hast Geschmack“

Ja, das hörte ich ziemlich oft in letzter Zeit.

„Ich mag alte Autos, ich kann mit diesen neumodischen Karren nichts anfangen“

„Also darf ich annehmen, dass der Mini in deiner Auffahrt nicht dir gehört?“, wollte er grinsend wissen.

„Nein, da muss ich dich enttäuschen. Leider nicht.“ Matt sah mich fragend an. „Er gehört meiner Freundin und Mitbewohnerin“

„War dass das Mädchen, dass mich beobachtet hat?“
Scheiße, er hatte Lexi vom Fenster aus starren sehen. „Ähm… tut mir leid, sie war neugierig“

„Schon okay…“

„Okay“, gab ich zurück und wunderte mich ein wenig. Es war eine komische Situation für mich, ich hatte nie richtige Dates mit Leuten, die ich kaum kannte und ihn kannte ich definitiv nicht. Ich wusste kaum etwas über Matt Lanter und fragte mich ernsthaft welche Absichten er hatte.

Wir fuhren zu einen kleinen italienischen Restaurant nach Beverly Hills. Matt hatte einen Tisch im abgelegenen Teil bestellt und wir unterhielten uns über Nichtigkeiten, als er plötzlich meine Hand in seine nahm und liebevoll streichelte.

Er erzählte mir wie er zur Schauspielerei gekommen war und wie oberflächlich das ganze Business sei. Ich hörte ihm wirklich interessiert zu, bis er mehr über mich hörten wollte und ich nicht so recht wusste, was ich ihm sagen sollte.

Ich war die Tochter eines erfolgreichen Immobilienhändlers, wir lebten lange Zeit in New York und seitdem Alexis und ich hier auf die Uni gingen, lebten wir hier. Wir waren selbstverständlich ohne Probleme hier an der Universität genommen worden. Alexis hatte hervorragende Noten, was man von mir nicht gerade behaupten konnte, aber durch einige Spendengelder meines Vaters, war auch ich ohne Probleme angenommen worden.

„Und was studierst du genau?“, wollte er als nächstes wissen. Gott wie sehr ich diesen Smalltalk hasste, konnte er nicht einfach nur mit mir vögeln?
„Dies und jenes, ich hab mich noch nicht genau spezialisiert“, erwiderte ich und nippte an meinen Caipirinha.

„Findest du das gut, einfach so in den Tag hinein zu leben? Ehrlich gesagt, hätte ich dich nach heute Mittag anders eingeschätzt?“

„Ich bin keine Puppe Matt, ich kann nichts dafür, wenn du einen anderen Eindruck von mir hattest“, gab ich giftig zurück.

„Also bist du wohlbehütet aufgewachsen? Musstest dich nie um Geld kümmern, weil Daddy alles bezahlt?“

Mein Gesicht verfinsterte sich, dass hatte gesessen. Natürlich hatte ich mir nie Sorgen um Geld machen müssen, aber eine verwöhnte Schlampe war ich dennoch nicht.

„Ich bin nicht Daddys kleines Mädchen Matt, ich weiß dass Geld nicht am anderen Straßenende zu finden ist. Ich bin nicht dumm“

Der Kellner kam und wollte unsere Bestellung aufnehmen, ich hielt ihn allerdings zurück, stand auf und warf Matt einen finsteren Blick zu. „Ich würde ja gern sagen, danke für den netten Abend, aber du bist einfach nur zum Kotzen Matthew“, drehte mich um und verließ das Restaurant.

„Kat, warte doch…“, hörte ich ihn noch rufen, da war ich aber bereits nach draußen getreten und stoppte ein Taxi.

Wütend stieg ich ein, nannte dem Fahrer meine Adresse als mein Handy klingelte.

Immer noch sauer nahm ich ab. „Was ist?“, fauchte ich in den Hörer.

„Oh was hat dich denn geritten?“, hörte ich Lexi vorsichtig fragen.

„Matt ist ein Arschloch“, brüllte ich förmlich in den Hörer.

„Ach Süße, das tut mir leid. Was ist denn passiert?“
„Er meinte ich wüsste nichts mit meinen Leben anzufangen außer Daddys Geld auszugeben… So ein Vollidiot, was kann ich dafür dass Geld in unserem Leben nun mal keine Rolle spielt?“

„Mach dir nichts draus…, ich ruf eigentlich an, weil hier jemand auf dich wartet“

„Wie bitte??“, fragte ich entsetzt nach.

„Ja, komm einfach nach Hause, er sitzt im Wohnzimmer. Ich hab ihm bereits, was zum Trinken angeboten… Wenn du nicht möchtest, dass ich ihn abschleppe, solltest du dich beeilen“

„Wer, Lex?“

„Ian“, zwitscherte sie und legte im selben Moment auf.

Ian, was wollte der denn von mir? Warum war er bei mir zu Hause? Ich wies den Taxifahrer an schneller zu fahren und binnen von knapp fünfzehn Minuten, fuhr er bereits die Auffahrt zu unserem Anwesen hinauf. Ich bezahlte ihm, gab ihm ein gutes Trinkgeld und rannte in meinen hohen Schuhen die Treppen hinauf. Außer Atem öffnete ich die Haustür. Fünfzehn Minuten konnten lange genug sein, um einen Kerl herum zu bekommen. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie freute ich mich darauf, dass er zu mir nach Hause gekommen war, warum auch immer. Wahrscheinlich nur weil der Abend mit Matt nicht so gelaufen war, wie ich angenommen hatte.

Ich atmete noch einmal tief durch und trat dann hinein. Vom Wohnzimmer aus hörte ich Stimmen und lautes Gelächter. Ich durchquerte den langen Flur und blieb im Türrahmen stehen.

Ich sah Lexi mit Ian zusammen auf dem langen Sofa sitzen. Lexi flirtete auf Teufel komm raus mit ihm und er flirtete zurück, wie man es von ihm kannte, beziehungsweise ich hätte es nicht anders erwartet. Ich musste es positiv sehen, zumindest waren sie beide noch bekleidet und hatten sich noch nicht ihre Zungen in den Hals gesteckt.

Lexi fuhr sich kichernd durch die Haare und biss sich immer wieder verführerisch auf die Unterlippe.

Ich räusperte mich und beide Köpfe fuhren zu mir herum, sie fühlten sich irgendwie ertappt.

Lexi hatte mich kommen hören, soviel war sicher, sie konnte mir nichts vormachen.

„Oh hi, Kat, ich hab dich gar nicht kommen hören…“, säuselte sie. „Du hast Besuch“

Ian erhob sich und grinste mich an. „Hi Katherine“

„Kat“

„Kat, ja.. Also tut mir leid, dass ich hier so einfach auftauche, aber ich hatte keine Telefonnummer von dir und ich war..“

„Erspar mir dieses ´Ich war in der Nähe Getue´ – Was willst du hier, Ian?!“, fragte ich gleichgültig und blieb mitten im Raum stehen.

„Ich glaube ich mache mich dann mal fertig… Es war schön dich kennen zu lernen Ian“, erwiderte Lexi und verschwand nach oben in ihr Zimmer.

Ian sah mich einen Moment abschätzend an, ehe er weiter auf mich zu trat, immer näher an mich heran kam. Ich trat weiter nach hinten, bis ich plötzlich gegen eine Wand stieß, es gab keinen Ausweg für mich. Ian stand direkt vor mir, positionierte jeweils eine Hand rechts und links neben meinem Kopf. Verwirrt sah ich ihn an, obwohl ich genau wusste, was jetzt kommen würde.

Ian überbrückte die letzten Zentimeter zwischen uns, seine Augen funkelten voller Verlangen und er presste ungehalten seine Lippen auf meine. Ohne Widerstand zu leisten, öffnete ich meinen Mund und ließ seine Zunge die meine liebkosen. Ich seufzte auf, als er seine Hände über meinen Körper hinweg zu meinen Arsch gleiten ließ und mir unter das Kleid fasste.

Wir küssten uns hemmungslos und die Zeit schien still zu stehen, als ich Lexi die Treppe wieder hinunter rennen hörte und wir auseinander fuhren.

„Ich bin weg, viel Spaß“, trällerte sie im vorbei gehen und wenige Sekunden später hörte ich ihren Mini aufheulen.

Ich war wie vor dem Kopf gestoßen, was war das gerade gewesen?

Ian zog sich seine Lederjacke aus, legte diese auf dem Sofa ab und ließ sich darauf nieder. „Wir sind also alleine?“

„Ähm ja sieht so aus“, sagte ich schmunzelnd.

„Also wozu hast du Lust? Wo warst du in diesem Aufzug, hattest du ein Date?“

„Fragst du mich hier aus?“, erwiderte ich lächelnd.

„Ich unterhalte mich nur mit dir...“

„Warum wollen sich heute nur alle mit mir unterhalten?“, antwortete ich und rollte gespielt mit den Augen.

„Wir können auch gleich rummachen, wenn dir das lieber ist?“, gab er grinsend zurück.

„Das hört sich doch schon viel besser an“, murmelte ich, zog mir meine Schuhe im Gehen aus und ließ langsam das Kleid von meinen Schultern gleiten. Ian saß immer noch auf dem Sofa, ich auf ihn zu trat und machte mich an seiner Hose zu schaffen.

Mit einer schnellen Bewegung hatte ich sein bestes Stück in der Hand, beugte mich über ihn und nahm ihn in all seiner Pracht in den Mund. Ian keuchte auf, während ich meine Zunge um seine Eichel kreisen ließ und an ihr saugte.

Ich leckte und saugte an seinem Schwanz, nahm noch meine Hand und umfasste ihn, er stöhnte ungehalten. Nach wenigen Minuten spürte ich schon zusammen zucken und er ergoss sich in meinen Mund.

Schnell schluckte ich sein Sperma hinunter, ich hasste diesen antörnenden Geschmack, aber die Typen standen einfach drauf. Ich hob meinen Kopf und ließ ihn zu Atem kommen, stand ich auf und ging zur Bar hinüber um uns einen Drink zu mixen.

Schnell kippte ich meinen Martini hinunter um den widerlichen Geschmack aus dem Mund zu bekommen, mit dem zweiten Glas ging ich zurück zum Sofa und setzte mich neben Ian. Dankend nahm er mir den Martini ab und kippte ihn in einem Zug hinunter.

„Du bist der Wahnsinn Katherine“

„Kat, hör auf mich Katherine zu nennen“, wisperte ich als seine Lippen sich auf meine legten.

Ich half ihm sich zu entkleiden, während ich aus der Dose, die hinter mir auf dem kleinen Tischchen stand, ein Kondom fischte und ihm überzog.

Ja, Lexi und ich hatten wirklich überall im Haus Kondome deponiert. Sicherheit geht nun mal vor.

Ohne zu zögern drückte ich ihn in die Couch zurück und setzte mich auf ihn.

Ich wartete nicht ab, bis ich ihn ganz aufgenommen hatte, sondern begann mich augenblicklich auf ihm zu bewegen. Immer schneller und schneller wurden meine Bewegungen, während er mit seinen Lippen meine harten Brustwarzen liebkoste und mit der einen Hand meine Klitoris umkreiste.

Ich keuchte auf und ritt ihn umso schneller. Mein Orgasmus war in spürbarer Nähe und ich driftete ab, er begann hart in mich hinein zu stoßen und ich schrie laut auf, als er mich voll ausfüllte und den einen Punkt traf, der mich erzittern ließ. Mein Atem kam nur noch stoßweise und ich rang nach Luft, als mein ganzer Körper von einem heftigen Orgasmus durchzogen wurde, mein Körper brannte unter seinen Berührungen und ich wand mich auf ihm. Als ich keuchend auf ihm zusammen brach, stöhnte er ebenfalls laut auf und ergoss sich zum zweiten, aber nicht zum letzten Male an diesem Abend, in mir.



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„Warum bist du hier?“, platze es aus mir heraus. Ich lag eng an Ians Brust gekuschelt in meinem Bett. Seine Hand streichelte meinen Rücken, unser Atem ging regelmäßig und die Situation wirkte irgendwie zu vertraut und harmonisch, das machte mir Angst

„Gegenfrage, mit wem warst du heute Abend aus?“, fragte er zurück und hielt kurz in seiner Bewegung inne.

„Warum willst du das wissen?“

„Warum willst du wissen, warum ich hier bin?“

„Nur so“

„Siehst du, ich bin eben auch neugierig. Also wo warst du?“

„Aus“, gab ich tonlos zurück. Warum interessierte es Ian so brennend?

Sanft hob er mit seiner Hand mein Kinn an und zwang mich ihn anzusehen. Er lächelte und gab mir einen sanften, liebevollen Kuss.

Ich löste mich von ihm und setzte mich aufrecht hin, eine Decke um mich geschlungen, damit ich nicht völlig nackt da saß.

„Was soll das hier?“

„Was soll was Katherine?“

Ich atmete geräuchvoll aus. „Du sollst mich nicht KATHERINE NENNEN, verdammt“

„Aber dass ist doch so ein wundervoller Name“, er grinste schelmisch und ich wusste sofort, dass er mich nur ärgern wollte.

„Ich heiße Kat okay, woher weißt du dass ich Katherine heiße?“
„Du hast dich verraten, indem du immer gleich an die Decke gehst wenn ich Katherine sage“

„Oh…!“, verdammt erwischt. „Aber du hast mir immer noch nicht meine Frage beantwortet“, erinnerte ich ihn.

„Du auch keine von meinen“

„Doch, ich habe dir gesagt dass ich aus war“

„Stimmt und du… kannst du dir nicht denken, warum ich hier bin?“, seine Hand legte sich an meine Wange und er streichelte sie sanft, ließ seinen Blick über meinen Körper streifen.

Ich nickte wissend.

Er beugte sich zu mir vor und wieder trafen sich unsere Lippen zu einem leidenschaftlichen Kuss. Als Ian sich von mir löste, sah er mich durchringend an.

„Es ist nicht nur Sex Kat, ich mag dich“, hauchte er leise.

Es war nicht nur Sex für ihn, er mochte mich? Was zum Teufel hatte das jetzt zu bedeuten?

Mittwoch, 4. November 2009

Kapitel 3

Kat Pov

Müde saß ich in der Küche und nippte an meinen Kaffee, als Lexi gut gelaunt hinein tänzelte, sich eine Tasse aus dem Schrank nahm und sich ebenfalls einen Kaffee nahm.
Grinsend setzte sie sich zu mir an die Theke
„Na nen schönen Abend gehabt?!“, fragte ich gespielt beleidigt.
„Ja, wahrscheinlich so einen schönen wie Du. Vielleicht schaffst du es das nächste Mal deine Klamotten wegzuräumen, wir wären fast drauf ausgerutscht“
„Tut mir leid, im Eifer des Gefechts passiert das nun mal“
Wohlwissen nickte sie und trank grinsend ihren Kaffee.
„Wo ist deine Begleitung?“
„Wo ist deine denn?“
Beide mussten wir kichern.
„Und Spass gehabt? Konntest du bei Paul landen?“
„Tz, Paul…. Ich glaube jetzt verstehe ich was du mit unantastbar meinst. Er ist ein harter Brocken, das wird Zeit brauchen und bei dir und Jared? Bist du weiter gekommen“
Seufzend schüttelte ich den Kopf. „Nein, leider nicht. Dafür hat mich Ian Somerhalder abgeschleppt“
„Wie er hat dich abgeschleppt, fällt das normalerweise nicht in deinen Aufgabenbereich?“
„Er hat sich mir quasi aufgedrängt… Und soll ich dir was sagen, es war heiß, er war wild…“
„Keine Einzelheiten bitte… ich will noch frühstücken…. Na wenigstens bin ich nicht die einzige, die einen Vampir hatte“
Entsetzt riss ich die Augen auf und starrte sie ungläubig an. „Wer?“
„Kyle Schmid“, trällerte sie und erhob sich breit grinsend und ging zum Kühlschrank. „Ich soll ihn anrufen“
„Moment mal“, ich drehte mich in ihre Richtung um, während Lexi den Kühlschrank nach etwas essbaren durchforstete. „Wie du sollst ihn anrufen? Hast du ihn denn nicht gefickt?!“
„Doch natürlich…. Aber heute Morgen lag ein Zettel neben meinem Kopfkissen, worauf stand, dass ich ihn anrufen soll“
„Wer hätte gedacht, dass Mr. Schmid einfach so seine Nummer heraus rückt… und wirst du ihn anrufen?“
„Ich weiß noch nicht, mal gucken, er schien ja ganz nett zu sein“
„Kyle Schmid, hammer… Ich hätte nicht gedacht dass Kyle so einer ist“
„Kennst du ihn denn privat?“
Abschätzend sah ich sie an, nickte dann aber. „Naja kennen vielleicht nicht gerade, aber ich hab ihm vor nen halben Jahr auf ner Party einen geblasen“
Lexi verschluckte sich gerade an einer Traube, die sie sich in den Mund gestopft hatte.
„Ups, hatte ich dir das nicht erzählt“
„Neeeeeeeein, hattest du nicht“
„Tut mir leid…aber ich hatte keinen Sex mit ihm wenn dich das beruhigt“
„Als würde mich das beruhigen… es entsetzt mich eher dass du es nicht hattest, Kyle war geil“
„Ja reib es mir noch unter die Nase, wäre ja nicht so als wenn ich es nicht gewollt hätte…Naja egal… Fahren wir zusammen an die Uni?“
„Du fährst freiwillig an die Uni?“
„Ja und?“
Lexi musterte mich kritisch, sie wusste ich vermied es so gut es ging auf dem Unigelände aufzukreuzen, schwänzte sämtliche Vorlesungen, die mich nicht interessierten. Ich nahm tendenziell nur sporadisch am Unterricht teil.
„Da ist einer auf den du stehst“
„Gar nicht“, protestierte ich.
„Was willst du dann da?“
„Hm…. Ich will mich in den Öko Club einschreiben“
„Du willst was?“
„Ja, also dieser Umweltschutzorganisation am Campus“
„Und zu welchem Zweck?“ Lexi schürzte die Lippen und schien zu überlegen. „Oh mein Gott, du machst das wegen Jared oder? Scheiße, das hätte ich dir gar nicht zu getraut“
„Er steht auf so was“
„Das heißt nicht dass du es auch musst Liebes“
Ich wusste es würde mir wahrscheinlich nichts bringen, aber ich musste jetzt alle Möglichkeiten ausloten, die mich ihm näher bringen würden.
„Ich muss mich umziehen, also kommst du nun mit oder nicht?“
„Du verlangst allen ernstes von mir, dass ich da mitkomme?“
„Ich bitte dich als meine beste Freundin“
„Na gut….dafür bist du mir aber was schuldig Kat“
Ich grinste, drehte mich um und verschwand in meinem Zimmer und mich fertig zu machen.

Nach etlichen Minuten hatte ich endlich mein Spießer Outfit zusammengestellt.



Ich trug einen pinkes Longshirt, eine dunkelbraune Jeans, Ballerinas und hatte sogar meinen alten Rucksack hervorgekramt. Lexi würde mich so niemals gehen lassen, ich sah wirklich schrecklich aus, es war das komplette Gegenteil von meinen Outfits, die ich sonst trug.
Schmunzelnd trat ich in die Küche und bemerkte sofort Lexis geschockten Gesichtsausdruck.
„So werde ich nicht einen Fuß mit dir vor die Türe setzten“
„Ach komm schon Lexi, so schlimm ist es nicht…bitte…“
„Du siehst aus wie der totale Strebernerd. Nein auf gar keinen Fall“, beharrte sie fest.
„Lexi bitte…. Ich muss doch auf die Idioten einen guten Eindruck machen“
„Das kann man auch in angemessener Kleidung, du verleugnest dich ja quasi selbst, schau dir doch mal den Schund an, den du da anhast“ Kopfschüttelnd sah sie an mir herunter und ich versuchte mir ein Lächeln auf zu zwingen.
„Lex bitte….“
„Na gut, aber nicht dass das zum Daueroutfit wird… Ich möchte so nicht mit dir gesehen werden“
„Ich nehme an, dann brauch ich dich gar nicht zu fragen, ob du dich noch umziehen möchtest“
Lexis lachte herzhaft, stand auf und verließ das Haus. Ich schnappte mir meinen Rucksack und folgte ihr nach draußen zu ihrem Wagen. Lexi setzte mich vor dem Unigebäude ab und ich sah sie fragend an.
„Kommst du nicht mit, du hattest es mir doch versprochen“
„Ja bevor du einen Vollidioten aus dir gemacht hast Schatz, ich geh zur Maniküre, meine Nägel haben es mal wieder nötig und mal gucken was mir sonst noch so einfällt, der Tag ist noch jung. Ruf an wenn ich dich abholen soll und viel Spaß bei deinem Vorhaben“, trällerte sie und brauste davon.

Entschlossen betrat ich den Campus und ging direkt zum Verwaltungsgebäude hinüber. Ich holte noch einmal tief Luft bevor ich eintrat.
„Oh Miss Mathews, haben Sie wieder einen Termin bei Doktor Watson oder was kann ich heute für Sie tun“, fragte Marie Granger freundlich. Sie war eine von sechs Sachbearbeiterinnen hier auf dem Campus, die in der Verwaltung tätig waren. Da ich seitdem wir hier an der Uni waren schon einige Gespräche mit dem Rektor gehabt hatte, kannte sie mich inzwischen sehr gut.
Marie war soweit ich schätzen konnte Mitte fünfzig, hatte mittelange braune Haare, die allerdings zu Rastazöpfchen gebunden waren. Sie hatte eine fantastische Ausstrahlung und ich hatte sie wirklich gern. Ich lud Sie so oft es die Zeit zu ließ zu einem Kaffee ein. Ich hatte Marie wirklich gern.

Lächelnd trat ich an ihr Pult heran.
„Guten Morgen Misses Granger“, sobald andere dabei waren sietzte ich sie immer, „Ich hätte da einige Fragen bezüglich der Studentenclubs hier an der Uni, vielleicht könnten Sie mir da weiterhelfen“
„Als ob die sich daran beteiligen möchte“, hörte ich eine ihrer Kolleginnen murmeln. Marie warf dieser einen bösen Blick zu und wandte sich dann wieder an mich. „Natürlich mein Kind, ich wollte sowieso gerade Pause machen, komm gehen wir ein Stück…“, sagte sie, erhob sich und begleitete mich aus dem Zimmer.
Auf den Flur angekommen, liefen diesen entlang in Richtung Außengelände um uns bei einem der Kaffeestände einen Kaffee zu holen.
„Also Kat, worum geht es?“, fragte Marie schließlich und setzte sich auf eine der Parkbände, in der Hand hielt sie ihren Kaffee und nippte leicht daran.
„Wie komme ich in den Umweltclub? Wann trifft der sich und was brauche ich um da hinein zu kommen?“
„Hm….“ Marie seufzte. „Du wirst mir wahrscheinlich nicht sagen, warum du dich dieser Organisation anschließen möchtest oder?“
„Naja… ich denke es ist eine gute Sache“
„Steckt da ein Kerl dahinter?“
„Vielleicht“, gab ich lächelnd zu und Marie erwiderte dieses zaghaft.
„Nun, also es gibt hier tatsächlich einen Umweltclub, die Vorsitzende ist Taylor Hamson, du kennst sie, ihr seit letztes Semester in Musik so aneinander geraten“
„Ach die Schlampe“
„Katherine Matthews, ich darf doch sehr bitten“, tadelte sie mich.
„Entschuldige… na toll, Taylor könnte mir die Suppe versalzen… Was muss ich tun um da hinein zu kommen?“
„Hm…. Ich weiß nicht… Vielleicht könntest du etwas für ihre Organisation spenden oder so, dich engagieren…Auch öffentlich, eine Volltätigkeitsveranstaltung machen, wo du für eine bestimmte Sache Geld sammelst“
„Denkst du damit würde ich auf Aufmerksamkeit erregen?“
„Du hast einen einflussreichen Vater, natürlich würde man davon reden wenn du etwas Volltätiges tust. Die Presse wäre mit Sicherheit auch davon Wind bekommen und du könntest dein Image ein wenige rehabilitieren“
„Mein Image ist tadellos Marie“
„Volltätigkeit schadet keinem und immer nur als Partygirl dazu stehen ist bestimmt auf Dauer nicht sehr erfrischend“
„Mensch Marie, du hast mir wirklich sehr geholfen. Ich werde einfach eine eigene Organisation gründen und spenden für einen guten Zweck sammeln, das ist es“, quietschend sprang ich auf und klatschte in meine Hände.
„Es freut mich ja dass ich dir helfen konnte Kat“
„Danke Marie, du bist die Beste. Ich muss Lexi anrufen, bis bald“, verabschiedete ich mich, holte mein Handy aus meiner Tasche heraus und rief grinsend Lexi an.
„Es hat sich etwas anderes ergeben, kannst du mich abholen?“
„Sofort?“, schrie sie ins Telefon und ihre Stimme klang schmerzverzerrt.
„Ähm Lexi, wo bist du?“
„Beim Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaachsen, oh du dumme Kuh, das hat weh getan….“
Ich hörte jemanden leise ´Entschuldigung`murmeln, ehe Lexi sich wieder zu Wort meldete. „Tut mir leid Kat, aber ich kann jetzt hier nicht weg, nimm dir doch ein Taxi oder fahr ganz öko-like mit dem Bus, bis später“, erklärte sie und legte auf.
Na super, aber ich verstand sie ja, wenn sie sich gerade entwachsen ließ, konnte sie unmöglich aus dem Schönheitsladen weg.
Seufzend ging ich auf den Parkplatz und sah mich um. Tja, da ich die meiste Zeit mit Alexis herum ging, kannte ich hier wirklich kaum jemanden. Ich verließ dass Unigelände und beschloss ein wenig die Stadt zu Fuß zu erkunden, ein Taxi konnte ich mir immer noch anhalten, dass mich nach Hause fuhr.

Ich schlenderte gerade am Sunset Boulevard entlang, ging in mehrere Geschäfte, kaufte aber nicht wirklich etwas, irgendwie war mir nicht danach.
Ich kam an ein paar Demonstranten vorbei, die einen Stand zwischen Gucci und Chanel aufgebaut hatten.
Ich gesellte mich zu ihnen und überlegte wie ich mit ihnen ein Gespräch beginnen sollte.
„Hallo, du siehst aus als würdest du auch gern Pelz tragen“, zischte mich eine der Mädchen böse an.
Entsetzt riss ich die Augen auf, was bildete sich dieses Miststück ein.
„Nein, ich habe nicht ein Stück Pelz in meinen Schrank. Ich hasse Pelz, so etwas würde ich nie tragen…. Demonstriert ihr dagegen…?“, fragte ich neugierig nach.
„Ja siehste doch, aber so einer feiner Schnitte wie dir, ist das doch bestimmt eh scheiß egal“, zickte sie weiter herum.
„Ich kenn dich nicht und du kennst mich nicht, aber ich finde es ziemlich unhöflich mich so zu verurteilen“
„Das ist es allerdings“, hörte ich eine wunderschöne Stimme hinter mir sagen.
Ich hörte das Mädchen nach Luft schnappen und drehte mich um. Vor mir stand ein hübscher junger Mann. Er hatte in etwa meine Größe und hatte wunderschöne blauen Augen in denen ich sofort versank.

Mir blieb buchstäblich fast die Spucke weg, als ich ihn erkannte. Matt Lanter, bekannt aus 90210.
Er grinste mich hingegen süffisant an. „Hi, ich bin Matt… und du Lady solltest dich entschuldigen“
„Ent…Entschuldigung“, brachte das Mädchen mühsam hervor.
„Na geht doch“, sagte er selbstgefällig und grinste mich an.
„Ähm, danke schön“, erwiderte ich und in dem Moment wurde mir bewusst wie scheiße ich eigentlich aussah, was ich da anhatte.
„Das ist normalerweise nicht so meine Art, aber hättest du Lust mit mir was trinken zu gehen“, fragte er und sah mich interessiert an.
„Ähm…also… Fragst du mich da grade um ein Date?“, verwirrt kräuselte ich meine Stirn und wog das wieso – weshalb- warum ab.
„Genau genommen ja“, brachte er ehrlich hervor.
„Oh… okay… Ich bin übrigens Kat“
„Dann freut es mich dich kennen zu lernen Kat, wie wäre es wenn ich dich heute Abend abhole?“
Er wollte mich abholen, oh Gott es lief wirklich auf ein ernsthaftes Date hinaus, so was hatte ich schon seit Jahren nicht mehr gehabt. Ein Date.
Kopfschüttelnd versuchte ich einen klaren Gedanken zu fassen, er deutete es allerdings falsch.
„Ich muss dich nicht abholen, tut mir leid, wir können uns auch irgendwo treffen“
„Nein, nein… es ist nur… ich hatte schon so lange kein Date mehr, ein richtiges Date, ich bin grad überfordert irgendwie… oh man, jetzt musst du mich für total bescheuert halten“
Was redete ich da für einen Stuss zusammen?
„Nein, ich find das sehr menschlich und so…“
„Bescheuert?“
„Nein, süß….“
„Okay sag niemals einer Frau, sie wäre süß“ Ich kramte in meinem Rucksack herum und zog ein Stück Papier und einen Kulli hervor, darauf schrieb ich kurzerhand meine Adresse und meine Handynummer „Wir sehen uns dann um Acht, Matthew Mackendree Lanter“
Er zuckte kurz zusammen, grinste dann aber. „Du kennst mich also“
„Wer kennt dich nicht Engelchen“ und zack da war sie wieder, die unberechenbare Kat. „Bis heute Abend“, säuselte ich verführerisch, drehte mich um und verschwand um die nächste Ecke, schnappte mir das erst beste Taxi und fuhr schnellsten Weges nach Hause.

Kapitel 2

Alexis Pov

Kat ist mir ja wiedereinmal zuvor gekommen, aber ich möchte mich dann doch auch nochmal vorstellen. Ich bin Alexis Ryan und lebe wie ihr ja schon wisst gemeinsam mit Kat in einem der Häuser von ihrem Dad. Okay, Häuser ist etwas untertrieben, vielleicht war Kat da ein bisschen bescheiden, es ist eher eine Villa. Wir haben einen eigenen Pool und, hey, sie ist mitten in LA. Offiziell bin ich hierhergezogen, um zu studieren. Das tue ich auch wirklich, ich liebe mein Pharmazie-Studium, ich hätte mir nichts besseres aussuchen können. Und es ist wirklich nicht so super anstrengend. Klar, muss ich mich auch mal hinsetzen und lernen, aber... bisher war das wirklich die Ausnahme. Und natürlich schadet es auch nicht, dass mein Vater ein ziemlich erfolgreicher – und bekannter – Immobilienmakler ist und meine Mutter eine ziemlich angesehene Rechtsanwältin. Da ist es ganz leicht, alle Vorlesung am Vormittag zu haben, die Abgabetermine für die Hausarbeiten nach hinten zu verschieben, oder eine Klausur nachzuschreiben. Das soll jetzt nicht heißen, dass mir alles in den Arsch geschoben wird oder ich mir mein Studium erkaufe. Wirklich nicht. Ich habe nur einfach die Möglichkeit, mein Studium flexibler zu gestalten.
Vormittags Vorlesungen – nachdem ich ausgeschlafen habe.
Nachmittags shoppen oder einen netten Nachmittag mit meiner Kat verbringen.
Abends – und nachts – Party und Erfahrungen sammeln.
Und letzteres taten Kat und ich gerne und viel. Unsere Sammlung erweitern...

Auch heute war es mal wieder dringend nötig, die letzte Erfahrung war mindestens drei Tage her. Ich hatte Kat mit der bloßen Erwähnung von Jared Leto davon überzeugt, dass wir heute ins Cookie mussten. Daran fühtre einfach kein Weg vorbei. Ich glaubte gehört zu haben, dass nicht nur Jared und sein Bruder Shannon dort anzutreffen sein würden, sondern auch einige Darsteller der TV-Serie „Vampire Diaries“. Seit deren Erscheinen hatte es mich quasi magisch zu Paul Wesley hingezogen.

Bereits in der ersten Folge hatte er uns seinen nackten Oberkörper präsentiert. Und der hatte sich wirklich sehen lassen können. Aber nicht nur wegen seines – zugegebenermaßen traumhaften – Oberkörpers war ich ihm sofort verfallen. Ich hatte mir vermutlich alle Fotos angesehen, die von ihm im Internet kursierten. Und auf jedem, wirklich auf jedem hatte er diesen einen Blick drauf... diesen „Ja ich weiß, ich sehe gut aus, deshalb bekommst du mich trotzdem nicht“-Blick. Er wirkte sehr ernst. Ich war einfach neugierig, ob er diesen beibehalten würde, wenn ich es ihm mal so richtig besorgte. Nur, um mir den Beweis zu liefern, dass er mir nicht widerstehen könnte.

Wir fuhren mit getrennten Autos zum „Cookies“. Das war meistens so. Kat liebte ihren Chevrolet Impala abgöttisch, genau wie ich meinen Mini Cooper S. Er war einfach perfekt für LA – und für mich. Klein aber oho. Manche sagen, 175PS seien zu viel. Das sehe ich ein bisschen anders, ist ja klar.
Im Club trafen wir wieder aufeinander. Ich ermutigte sie, zu Shannon zu gehen, Jared würde nicht weit sein. Nachdem das geklärt war, verschwand ich in der Menge. Auch das war normal, es glich einem Ritual, wir betraten einen Club gemeinsam und gingen dann getrennte Wege. Meist trafen wir uns erst am nächsten Tag zuhause wieder. Wir wünschten uns nicht einmal viel Spaß, wir beide wussten, dass wir den definitiv haben würden, warum also mit Förmlichkeiten aufhalten?

Während ich mich umsah, ging ich in Richtung Bar. Ich musste lächeln als ich sah, dass Joe mir bereits einen Cosmopolitan hingestellt hatte. Joe war einer der Barkeeper, seiner Meinung nach der Beste. Ich konnte dazu noch nichts sagen, wir waren noch nicht ins Detail gegangen und ich entschied so etwas nicht anhand der Fähigkeit, gute Cocktails zu mixen. Da zählten für mich ganz andere Qualitäten. Ich betrachtete Joe etwas näher. Eigentlich kein schlechter Fang, wenn man auf Südländische Männer steht. Joe war braun gebrannt, hatte kurze dunkle, fast schwarze Haare und seinem Körper sah man an, dass er jeden Tag einige Stunden im Fitnessstudio verbrachte, obgleich er nicht aufgepumpt war. Wenn er lächelte – und er grinste quasi immer – strahlten seine Zähne mit seinen Augen um die Wette. Ich habe mir sagen lassen, dass er immer dann lächelte, wenn er mich sah, aber darauf gab ich nichts. Obwohl es mir auch schon aufgefallen war und ich ihn wirklich mochte, er war super!
Wenn ihr euch jetzt fragen solltet, warum zwischen uns dann nichts lief, vergesst ihr eine wichtige Tatsache. Er ist Joe. Einfach nur Joe. Nicht Joe Cocker (Ja, ich gebe zu, den würde ich auch nicht haben wollen). Seht ihr den Punkt? Es ist nichts besonderes an ihm. Er sieht gut aus, ist furchtbar nett, aber mehr eben nicht.
Ich war nicht immer so gewesen und vor drei Jahren hätte ich wohl anders darüber gedacht, aber das ist lange her. Ich redete nicht darüber. Niemals. Nur Kat wusste davon, logisch, sie war seit langem meine beste Freundin und hatte alles mitbekommen. Sie hatte mir ihre Art der Problembewältigung gezeigt. And I love it.
Ich hatte der Liebe abgeschworen, ich lebte mein Leben. Jetzt. Und ich hatte meinen Spaß. Was morgen war, interessierte mich nicht.

Ich saß inzwischen an der Bar, genoss meinen Cosmo und ließ meinen Blick über die Menge schweifen, immer auf der Suche nach dem Objekt meiner Begierde. Leider wurde ich enttäuscht. Zwar konnte ich viele ansprechende Männer sehen, Paul Wesley – und wegen dem ich schließlich da war– konnte ich nicht erkennen. Frustriert drehte ich mich wieder in Richtung Bar und wollte mir ein weiteres Getränk bestellen als ich bemerkte, dass sich jemand neben mich gesetzt hatte. Ich schielte nach links und aus dem Augenwinkel sah ich ihn. Ihn, nach dem ich Ausschau gehalten hatte. Er sah mich nicht an, ich war mir nicht einmal sicher, ob er überhaupt wusste, dass ich neben ihm saß. Nein, das wusste er mit Sicherheit nicht. Vermutlich erinnerte er sich nicht mal an mich. Wir hatten uns nur kurz gesehen, auf irgendeiner Promi-Party. Ich meinte mich erinnern zu können, dass ich danach mit Gregory Tyree Boyce in seinem Hotelzimmer gelandet war. Normalerweise gab ich mich nicht mit „Babies“, wie Kat und ich Männer, ehm, Jungen in diesem Alter nannten, ab, aber, hey, Gregory sah nicht unbedingt schlecht aus. Und er hatte in Twilight mitgespielt, also war er ein guter Fang. Aber ich schweife ab. Auf eben dieser Promi-Party waren auch die Hauptdarsteller von „Vampire Diaries“, also eben auch Paul. Wir hatten uns nur kurz gesehen, eigentlich hatte ich mich mit Nina Dobrev unterhalten und er war dazu gestoßen. Ich hatte einfach mit irgendjemandem reden wollen und Nina war halt da gewesen. Sie hatte uns einander vorgestellt, doch Paul war nicht lange geblieben. Also eher unwahrscheinlich, dass er mich noch kannte.
Wie sollte ich es also angehen? Himmel, normalerweise überlegte ich nicht lange, wenn ich einen Kerl ansprechen wollte, es fiel mir leicht.
„Joe, machst du mir noch einen Cosmo?“ fragte ich und sah dann nach links, nicht mehr versteckt. Ich musterte ihn. Paul trug ein schlichtes schwarzes Hemd, welches sich ungemein anziehend an seinen Körper schmiegte. Ich sah ihn an, darauf wartend, dass er sich vielleicht etwas anmerken lassen würde.
„Ehm, entschuldigung, aber, kennen wir uns?“ fragte er schließlich und sah mich an. Okay, er wusste also nicht, wer ich war.
„Nur mal kurz gesehen glaube ich.“ ich lächelte ihn an.
„Ach so.“ sollte das alles gewesen sein?
„Ich bin Alexis.“ stellte ich mich vor in der Hoffnung, dass er vielleicht reagieren würde.
„Paul“. Wieder nur so etwas einsilbiges.
„Und, wie geht’s dir?“
„Och, ganz gut.“ bekam ich als Antwort. Miene Güte, der war ja ein noch härterer Brocken, als ich gedacht hatte. Na, den würde ich schon knacken, auch wenn ich bereits ahnte, dass ich dieses Mal etwas länger dafür brauchen würde.
„Hast du keine Lust zu reden?“
„Doch, doch.“
„Das klingt ja sehr überzeugend.“
„Ja, nee, also doch, klar.“
„Dann zeig es mir halt auch. Was machst du hier?“ ich verdrehte die Augen.
„Ich sitze an der Bar, einer hübschen Frau gegenüber, die sich mit mir zu unterhalten versucht.“ er lächelte und es war dieses Lächeln, welches mir die Sprache verschlug. Nicht nur sein Mund lächelte, seine Augen gleich dazu. Sie strahlten regelrecht und ich merkte, wie ich mich in ihnen verlor.
„Hallo?“ fragte er scheinbar zum wiederholten Male und holte mich damit in die Realität zurück.
„Ehm ja, … gut... willst du tanzen?“
„Nee, lass mal. Aber du kannst sehr gerne gehen.“
Das klang wie ein Rausschmiss. Mission gescheitert, würde ich sagen – für's erste.
„Ja, dann gehe ich mal. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Viel Spaß noch.“
Ich wartete nicht darauf, dass er etwas erwiderte, sondern ging so elegant wie möglich und krampfhaft versucht, mir meine Frustration nicht anmerken zur lassen, zur Tanzfläche. Ich hatte das Gefühl, dass er mir nach sah, doch ich drehte mich nicht um.
Passenderweise hatte der DJ gerade ein deutsches Lied eingelegt. Ich liebte den Beat dieses Liedes und hatte mir einen Abend Zeit genommen, um das Lied zu übersetzen. Als ich den Text dazu ebenfalls verstand, hatte ich es zu meinem Lied erklärt. Es schien jedoch auch hervorragend zu Paul zu passen.
Eiskalt.
Und das war er.
Auf der Tanzfläche ließ ich mich gehen, ich vergaß die Welt um mich herum...
...bis sich zwei Hände an meine Hüften legten und mich an einen Körper pressten. Ich wollte mich umdrehen, herausfinden, wer sich da an mich heranmachte, doch derjenige hinter mir wusste das geschickt zu verhindern. Eine Weile tanzten wir so, meine Neugier wuchs mit jeder Bewegung. Ich wollte wissen, wer der Mann hinter mir war, denn es war ein Mann, dessen war ich mir sicher. Keine Frau könnte so tanzen.
„Na, bist du bei deinem Vampir abgeblitzt?“ flüsterte er mir ins Ohr. Eigentlich wäre ich bei dieser Frage in die Luft gegangen, aber irgendetwas hielt mich davon ab. Ich wusste nicht, ob es seine Stimme war, die mir bekannt vorkam. Ungeheuer sanft, Himmel, sie raubte mir meine Sinne, sodass ich nicht einmal eine schlagfertige Entgegnung bringen konnte.
„Stehst du auf Vampire?“ flüsterte er erneut an meinem Ohr.
„Welche Frau tut das nicht?“ gab ich zurück.
Und dann das unglaubliche.
„Gestatten? Henry Fitzroy.“
Noch bevor ich realisieren konnte, was er gerade gesagt hatte, schob er meine Haare auf der linken Seite meines Halses zur Seite. Ich erschauderte, als seine Finger meine Haut berührten. Ich nahm eine Bewegung wahr, dann senkte er seinen Mund auf die freie Stelle an meinem Hals und streifte mit den Zähnen meine Haut. Mir entwich ein leises Stöhnen. Er zog sich zurück.
„Hey, ich hätte nicht gedacht, dass das wirklich klappt.“
„Mehr.“ bat ich leise. Ich hörte ihn lachen, dann drehte er mich um und ich sah ihm direkt in seine wunderschönen Augen. Tatsächlich. Er war es.
„Mehr gibt’s aber nur von Kyle...“
Ich tat, als müsse ich mir das erstmal überlegen.
„Aber, von dem kenne ich ja noch gar nichts. Das ist mir dann doch etwas zu ungewiss.“
„Hm, was machen wir denn da?“
„Ich muss mich erstmal informieren...“ ich grinste und fuhr mit meiner Hand unter sein Shirt – nicht schlecht, stellte ich fest – „mit wem oder was ich es denn zu tun habe.“ und mit diesen Worten fasste ich, breit grinsend, zwischen seine Beine. Die erwünschte Reaktion kam sofort. Er keuchte auf und unter meiner Hand tat sich etwas. Ich zog sie wieder zurück und sah ihn an.
„Dann muss ich mich jetzt wohl auch mal vorstellen.“ sagte er und sein Gesicht näherte sich dem meinen. Kurz bevor sich unsere Lippen trafen, hielt er inne, sah mir noch einmal tief in die Augen, und küsste mich. Automatisch öffnete ich meinen Mund für seine Zunge, wenn schon Vorstellung, dann aber richtig. Wow, er hatte es wirklich drauf, er musste sich beim Filmen sicherlich nicht groß anstrengend und seine weiblichen Kollegen würden sich auf jede Kussszene freuen. Unsere Lippen fochten einen Kampf aus, keiner war bereit nachzugeben. Wir lösten uns atemlos voneinander.
„Und, was hältst du von Kyle?“
„Ich müsste ihn noch etwas näher kennen lernen...“
„Aber nicht hier!“ sagte er und zog mich hinter sich her in Richtung Ausgang.
„Ist dein Hotel hier in er Nähe?“ fragte er mich, als wir in der Tiefgarage angekommen waren, seine Hand lag auf meinem Hintern – unter dem Kleid. Ich machte mir keine Gedanken darüber, dass es jemand sehen würde.
„So ähnlich.“ ich führte ihn zu meinem Auto und bedeutete ihm, einzusteigen.
„Nettes Auto.“ er lachte, während ich auf die Straße einbog.
„Hey, nichts gegen mein Baby.“
„Schon gut.“ beruhigend tätschelte er meinen Oberschenkel, dann ruhte seine Hand einen kurzen Moment zwischen den Beinen. Ich trat die Kupplung, schaltete einen Gang höher und gab Gas. Darauf schien er gewartet zu haben, denn er schob seine Hand direkt zu meiner Mitte.
Ich wollte etwas sagen, doch da begann er, leicht zu tippen. „Oh.“ entfuhr es mir.
„Na, gefällt dir das?“ hauchte er.
Ich zuckte mit den Schultern, was sich als ein Fehler herausstellen sollte. Denn das nahm er als Ansporn, um mich unter meinem Tanga zu berühren. Was nicht unbedingt gut für meine Fähigkeiten als Autofahrerin war. Mit Mühe schaffte ich es, uns heil nach Hause zu bringen.
„Hotel... soso“
Ich zog ihn hinter mir her. Im Flur sah ich Kats Kleidung liegen.
„Na, hier hat wohl noch jemand Besuch.“ Kyle grinste breit. Dann zog er mich zu sich heran und begann mich wild zu küssen, während er hinter meinem Rücken den Reißverschluss meines Kleides herunterzog. Einen BH trug ich nicht und auch mein Tanga flog schnell durch die Luft. Dass er nun aber so vollkommen bekleidet vor mir stand konnte ich nicht zulassen. Schnell zog ich ihm seine Hose herunter, auch der Rest seiner Kleidung flog schnell durch die Luft. Ich schob ihn weiter, ich wollte es Kat nicht gleich tun. Er öffnete die Tür hinter sich und wir fanden uns in der Küche wieder. Ohne unseren Kuss zu unterbrechen schob ich ihn weiter, spürte seinen steifen Schwanz nur zu gut nahe an mir. An den Schränken machte ich einen Zwischenstopp, wir waren für alle Fälle gerüstet und hatten an den unmöglichsten Stellen Kondome, so natürlich auch in einer der Schubladen. Ich fragte ihn gar nicht erst, sondern stülpte ihm das Gummi sofort über. Er hob mich hoch, meine Beine schlang ich um seine Hüften und er setzte mich auf dem Tisch ab. Er lag über mir, ich atmete seinen Geruch ein, konnte es nicht erwarten, ihn in mir zu spüren. Er winkelte mein Bein ein wenig an und drang mir nur einem Stoß in mich ein. Sofort begann er sich zu bewegen, meine Hände wanderten an seinem Körper herab, die Wirbelsäule entlang, bis ich an seinem Arsch ankam und diesen zu kneten begann. Schneller wurden seine Bewegungen, ich stöhnte, als er immer öfter und heftiger an meinen Venushügel stieß. Als er dann auch noch begann mit seinen Händen meine Brüste zu massieren, war ich kurz vor der Klippe. Ich keuchte, merkte, wie ich mich um seinen Penis zusammenzog. Sein Schwanz zuckte, ich merkte, dass auch er kam. Mein Becken wollte näher zu ihm heran.
Mein Orgasmus schien eine halbe Ewigkeit zu dauern, als meine Muskulatur nur noch schwach zuckte, öffnete ich die Augen und sah ihn an.
„Wie wäre es mit einer zweiten Runde?“ fragte er, schwer atmend und doch nahm, ich war, dass sein Penis, den er aus mit gezogen hatte, noch immer unglaublich hart war.
„Gern, aber dann zeige ich dir, wie ich es mache.“
„Sag mir nur wo.“
Ich zog ihn hinter mir her, schaffte es gerade noch, die Tür hinter mir zuzuziehen, als wir Runde zwei in meinem Zimmer begannen. Es folgten in der Nach noch zwei weitere Runden...
Ich wachte erst am späten Mittag auf, er war schon weg. Ein Zettel lag neben mir, mit seiner Telefonnummer und den Worten „Ruf mich an“

Kapitel 1

Kat Pov

„Was soll ich nur anziehen?“, hörte ich Alexis aus ihrem Zimmer schreien.
Seufzend trat ich hinein und sah mir das Chaos an, das sie schon wieder verbreitet hatte. Ihr kompletter Kleiderschrank lag mal wieder auf dem Boden und sie stand verwirrt davor.
„Wozu anziehen? Was liegt heute Abend an?“, fragte ich und ließ mich auf ihrem riesigen Himmelbett nieder.
„Hast du meine Sms nicht bekommen?“, sie wirkte irgendwie völlig geschockt und aufgebracht.
„Äh nein…., offenbar nicht. Also wohin gehen wir?“
„Es ist ne kleine Party im Cookies“
„Und?“
„Uuuuuuuuuuund….Jared wird da sein“ Sie tänzelte völlig hippelig um mich herum.
„Und?“, brachte ich gleichgültig hervor.
„Uuuuuuuuuund!!!!“, schrie Alexis außer sich. „Jared!!!! Kat es ist Jared, der Jared, dem du schon seit Monaten nachjagst, er wird heute Abend endlich zu kriegen sein, wenn du es anständig anstellst!“
„Ja sicher… so wie die letzten Male schon, er ist nicht zu kriegen Lexi“, erwiderte ich etwas gekränkt.
Jared Leto, war einer der Männer auf meiner Liste, die ich unbedingt erobern wollte, bisher war ich aber immer nur an seinen Bruder Shannon weit genug heran gekommen und an dem hatte ich wiederum kein Interesse, klar Shannon war nett, aber er war einfach nicht mein Typ.
„Aus dir wird man auch nicht schlau, man kann es wenigstens versuchen. Sonst gibst du doch auch nicht so schnell auf Kat, was ist nur los mit dir?“
Ich schnaubte verächtlich, warf ihr einen bösen Blick zu und erhob mich.
„Du lässt mich doch wohl nicht alleine gehen? Es sind noch ganz viele andere Schnuckelchen da“, flötete sie und sah mich grinsend an.
„Und du bist sicher, dass ER kommt“
„So sicher wie das Amen in der Kirche ist“
Ich grinste sie verschmitzt an und verließ das Zimmer.
Eine Stunde später fanden wir uns im Wohnzimmer wieder zusammen.




Alexis trug ein Weiß-Schwarzes Cocktail Kleid und ihre Emilio Pucci Pumps dazu, als sie mich in meiner Jeans und meinem Shirt sah, blickte sie mich verwirrt an.
„So willst du gehen?“
„Ich hab´s schon in den feinsten Kleidern probiert Lexi, das zieht bei ihm nicht“
„Na wenn du meinst“, trällerte sie kopfschüttelnd, ging zur Bar und goss uns ein wenig Champagner ein. Breit grinsend hielt sie mir mein Glas hin. „Auf einen fantastischen Abend voller Sex und Leidenschaft“
„Nimm was du kriegen kannst“, sagten wir beide wie aus einem Mund und stießen an.


Wir erreichten das Cookies gegen zweiundzwanzig Uhr, es war verdammt viel los, wie jedes Mal wenn wir hier auf der „Jagd“ waren.
Suchend sah ich mich nach Jared um, konnte ihn aber nirgendwo erkennen.
„Da hinten ist Shannon, geh ihn fragen, ich schau mich währenddessen mal um“
„Ich werde nicht zu Shannon gehen“, sagte ich bestimmend.
„Oh doch wirst du, er hat dich bereits entdeckt“ antwortete sie grinsend und schob mich in seine Richtung durch die Menge.
Kurz vorher blieb sie stehen, grinste mir zu und verschwand.
So lief es meistens ab, sobald wir einen Club betraten, unsere Wege trennten sich und wir versuchten jemanden aufzureißen.


An Jared Leto biss ich mir allerdings schon seit Wochen die Zähne aus. Alles hatte mit einen Konzertbesuch angefangen, natürlich hatten wir Backstagepässe, den ganzen Abend hatte ich versucht mich an ihn heran zu schmeißen, aber außer einem „Hi“, war kein Gespräch zu Stande gekommen.
Shannon trat auf mich zu und grinste breit. „Hey Kat, schön dich zu sehen“
„Hi Shannon, wie geht´s, was machst du denn hier?“ antwortete ich und tat als sei es eine Überraschung ihn zu sehen.
Er kicherte verlegen und fuhr sich durch die Haare. „Ähm…willst du was trinken?“
„Sicher“, erwiderte ich nickend und ließ mich von ihm zur Bar ziehen.
Er bestellte uns zwei Bier, mittlerweile schien er zu wissen, dass ich für ein Bier immer zu haben war.
„Und alles klar bei dir? Lange nicht gesehen?“, fragte er und schien ernsthaft interessiert daran mehr über mich zu erfahren.
Sollte ich ihm etwa sagen, dass ich die letzten zwei Wochen mit Jason Lewis auf dessen Privatjacht verbracht hatte. Gedankenverloren schüttelte ich den Kopf, Jason Lewis war wirklich mehr als heiß gewesen. Der Absolut Hengst, der aus Sex and the City bekannt war, machte seinen Namen alle Ehre. Jason war ein Tier, unerbittlich und wir hatten in diesen zwei Wochen die Jacht nicht verlassen. Normalerweise machte ich so etwas nicht, längere Bindungen mit den Typen eingehen, aber Jason hatte mich einfach gefragt und so hatte ich zu gestimmt.
„Ähm Kat, alles klar?“, holte mich Shannon aus meinen Gedanken zurück.
„´Tschuldige, ja natürlich. Ich hab einfach viel um die Ohren momentan“
„Ja das haben wir wohl alle“, gab er zurück und trank einen Schluck aus seiner Flasche.
Ich ließ meine Augen durch den Raum wandern, in der Hoffnung ich würde Jared noch irgendwo erblicken, als er plötzlich unerwartet neben mir auftauchte und Shannon umarmte.
„Hey Bruder, tut mir leid, ich weiß ich bin zu spät“, entschuldigte er sich, während er mich musterte.
„Kein Problem, Kat war so freundlich mir Gesellschaft zu leisten. Ich glaube ihr beide kennt euch noch nicht… Jared dass ist Kat, Kat das ist mein kleiner Bruder Jared“
„Hi“, sagte er freundlich und sah wieder zu Shannon. Na super wieder nur ein verschissenes `Hi´, dachte ich.
„Ich finds auch nett dich kennen zu lernen Jared“, erwiderte ich laut, von ihm kam aber keine Reaktion. „Also bis dann Shannon, hat mich gefreut dich wiederzusehen, man sieht sich“
„Kat, warte…“, hörte ich Shannon noch rufen, aber da hatte ich mich schon umgedreht und stapfte sauer in Richtung Toilette des Clubs.
Was ein Arschloch, auch wenn er keinerlei Interesse an mir hatte, konnte man doch wenigstens vernünftig hallo sagen oder etwa nicht?
Ich bemerkte nicht wie ich am Arm festhalten wurde und in eine dunkle Ecke des Clubs gezogen wurde. Erschrocken entwich mir ein Schrei, als sich eine sanfte Hand auf meinen Mund legte und ich in zwei blaue Augenpaare starrte.
„Na wer wird denn da gleich los schreien?“, hauchte er mir verführerisch zu. Ich kannte ihn, einen kurzen Moment hielt ich inne und musterte ihn genau. Vor mir stand Lost und Vampire Diaries Star Ian Somerhalder.

„….Was…was soll das….?“, fragte ich verwirrt.
„Ich hab dich beobachtet, schon seitdem du mit deiner kleinen Freundin diesen Schuppen betreten hast“
Er hatte mich also beobachtet, ja ne ist klar!
„Ich bin Ian, schön dich kennen zu lernen und du bist?“
„Kat“
„Kat wie Katharina, Katherine, Kathy?“
„Kat!“
„Okay Kat, was hältst du davon wenn wir hier verschwinden?“, fragte er und fuhr mit seinen Fingern den Rand meines Tops entlang, dabei biss er sich verführerisch auf die Lippen.
Mensch, wenn alle nur so einfach zu kriegen wären wie Ian, wäre das mehr als zauberhaft.
„Also was hältst du davon, wenn wir hier den Abflug machen?“
„Sehr viel ehrlich gesagt! Wir treffen uns draußen bei meinem Wagen, ich warte am Hinterausgang auf dich“
„Ich mag Frauen, die wissen was sie wollen“, grinste er, stieß sich von mir ab und verschwand.
Ich seufzte, trat aus der Ecke hinaus und blickte mich suchend nach Lexi um. Nach ein paar Minuten sah ich sie an einem der kleinen Tische sitzen zusammen mit Paul Wesley, Ians Co-Star aus Vampire Diaries. Sie war also versorgt, dachte ich mir und verließ grinsend das Cookies.

Ich steuerte direkt meinen 76-er Chevrolet Impala an. Ich liebte dieses Auto heiß und innig. Schnell stieg ich ein und fuhr zum Hintereingang des Club wo entgegen meines Erwartens wirklich Ian stand und auf mich wartete.
Immer noch dieses dämliche Grinsen im Gesicht stieg er ein. „Du hast Geschmack, das gefällt mir Kat“
„Wäre schlimm wenn ich keinen hätte, dann wärst du jetzt nicht hier oder?“, antwortete ich schmunzelnd und trat aufs Gas.

Ian staunte nicht schlecht, als ich die Einfahrt zu unserer Villa hinauffuhr.
„Schönes Haus, schöne Gegend wirklich“
„Danke für die Blumen, aber stehst du wirklich auf den Smalltalk Scheiß, Ian?“
Er schürzte die Lippen und stöhnte leise auf, als ich an ihm vorbei ging und mit meiner Hand sein bestes Stück berührte.
Zügig schloss ich die Haustür auf und ließ ihn eintreten. Kaum dass ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte, fuhr Ian herum und presste mich gegen die nächst beste Wand. Sofort lagen seine Lippen stürmisch auf meinen und er fuhr mit seiner Zunge an meiner Unterlippe entlang. Seufzend öffnete ich meinen Mund und ließ meine Zunge mit der seinen spielen. Er drückte sich fest an mich und ich konnte seine Erregung deutlich spüren.
Jetzt verfluchte ich es, dass ich nicht auf Lexi gehört hatte ein Kleid anzuziehen. Es hätte einiges einfacher gemacht.
Seine Hände fuhren gierig unter mein Top und schoben es hoch, bis er es mir über meinen Kopf hinweg auszog und auf den Boden feuerte.
Ich blieb nicht untätig und knöpfte ihm die Jeans auf und ließ sie ebenfalls auf den Boden sinken.
Er stöhnte auf als ich in seine Boxershorts griff und seinen Penis massierte.
Seine Lippen lösten sich von meinen und er ließ seine Zunge meinen Hals hinunter gleiten.
„Du stehst also auf Vampire?“, wisperte er erregt.
„Nicht wirklich“, gab ich gefühllos zurück als er mich leicht in den Hals biss.
Er zog mir in einer schnellen Bewegung meine Hose sowie meine Panty hinunter. Sein Atem beschleunigte sich und er presste sich verlangend an mich, hob mich hoch und drückte mich wieder gegen die Wand.
Ich fischte in letzter Sekunde ein Kondom aus meinem BH, man musste ja schließlich vorbereitet sein, zog es ihm über und schon drang er wild in mich ein. Er wartete nicht bis er mich voll ausgefüllt hatte, sonder stieß immer wieder fest in mich hinein und bewegte sich sehr bestimmend in mir. Mein Körper klatschte im Rhythmus gegen die Wand, mit Sicherheit würde ich einige blaue Flecken davon tragen. Ian sah mich erregt an und küsste mich fordernd. Ich vertiefte den Kuss und krallte mich bei jedem weiteren harten Stoß in seinen Rücken. Er nahm mich hart, aber genauso passte es mir in diesem Moment. Binnen kürzester Zeit steuerte ich auf meinen Orgasmus zu, es war mir egal ob Ian soweit war oder nicht, es zählte nicht.
„Oh Baby, ich werd´s dir so heiß besorgen, wie noch keiner zuvor“, stöhnte er zwischen unseren Küssen.
Ich küsste halbherzig aber ich küsste. Das war bei mir reine Kopfsache. Ich fickte, aber ich liebte die Typen nicht. Sie waren nur mittel zum Zweck und ich sah sie meistens nie wieder, es sei denn man traf sich zu fällig auf einer Party und es ergab sich ein weiterer Fick.
Ian stieß noch zwei Mal kräftig in mich und mein Orgasmus überrollte mich. Während sich meine Muskeln um seinen Schwanz zusammen zogen, ergoss er sich laut stöhnend in mir.
Ich rang noch nach Atem, als er von neuem anfing sich in mir zu bewegen.
„Wir sollten…. Mein Schlafzimmer ist am Ende vom Gang…“, keuchte ich unter seinen weiteren Stößen hervor. Ian hielt kurz inne und ohne unsere Verbindung zu unterbrechen trug er mich in mein Schlafzimmer.
Wir trieben es die ganze Nacht, bis ich in den frühen Morgenstunden erschöpft einschlief.
Als ich gegen Mittag erwachte, war er bereits weg…. Ein toller Start in den neuen Tag, dachte ich, stand auf und sprang gut gelaunt unter die Dusche.