Kat ist mir ja wiedereinmal zuvor gekommen, aber ich möchte mich dann doch auch nochmal vorstellen. Ich bin Alexis Ryan und lebe wie ihr ja schon wisst gemeinsam mit Kat in einem der Häuser von ihrem Dad. Okay, Häuser ist etwas untertrieben, vielleicht war Kat da ein bisschen bescheiden, es ist eher eine Villa. Wir haben einen eigenen Pool und, hey, sie ist mitten in LA. Offiziell bin ich hierhergezogen, um zu studieren. Das tue ich auch wirklich, ich liebe mein Pharmazie-Studium, ich hätte mir nichts besseres aussuchen können. Und es ist wirklich nicht so super anstrengend. Klar, muss ich mich auch mal hinsetzen und lernen, aber... bisher war das wirklich die Ausnahme. Und natürlich schadet es auch nicht, dass mein Vater ein ziemlich erfolgreicher – und bekannter – Immobilienmakler ist und meine Mutter eine ziemlich angesehene Rechtsanwältin. Da ist es ganz leicht, alle Vorlesung am Vormittag zu haben, die Abgabetermine für die Hausarbeiten nach hinten zu verschieben, oder eine Klausur nachzuschreiben. Das soll jetzt nicht heißen, dass mir alles in den Arsch geschoben wird oder ich mir mein Studium erkaufe. Wirklich nicht. Ich habe nur einfach die Möglichkeit, mein Studium flexibler zu gestalten.
Vormittags Vorlesungen – nachdem ich ausgeschlafen habe.
Nachmittags shoppen oder einen netten Nachmittag mit meiner Kat verbringen.
Abends – und nachts – Party und Erfahrungen sammeln.
Und letzteres taten Kat und ich gerne und viel. Unsere Sammlung erweitern...
Auch heute war es mal wieder dringend nötig, die letzte Erfahrung war mindestens drei Tage her. Ich hatte Kat mit der bloßen Erwähnung von Jared Leto davon überzeugt, dass wir heute ins Cookie mussten. Daran fühtre einfach kein Weg vorbei. Ich glaubte gehört zu haben, dass nicht nur Jared und sein Bruder Shannon dort anzutreffen sein würden, sondern auch einige Darsteller der TV-Serie „Vampire Diaries“. Seit deren Erscheinen hatte es mich quasi magisch zu Paul Wesley hingezogen.
Bereits in der ersten Folge hatte er uns seinen nackten Oberkörper präsentiert. Und der hatte sich wirklich sehen lassen können. Aber nicht nur wegen seines – zugegebenermaßen traumhaften – Oberkörpers war ich ihm sofort verfallen. Ich hatte mir vermutlich alle Fotos angesehen, die von ihm im Internet kursierten. Und auf jedem, wirklich auf jedem hatte er diesen einen Blick drauf... diesen „Ja ich weiß, ich sehe gut aus, deshalb bekommst du mich trotzdem nicht“-Blick. Er wirkte sehr ernst. Ich war einfach neugierig, ob er diesen beibehalten würde, wenn ich es ihm mal so richtig besorgte. Nur, um mir den Beweis zu liefern, dass er mir nicht widerstehen könnte.Wir fuhren mit getrennten Autos zum „Cookies“. Das war meistens so. Kat liebte ihren Chevrolet Impala abgöttisch, genau wie ich meinen Mini Cooper S. Er war einfach perfekt für LA – und für mich. Klein aber oho. Manche sagen, 175PS seien zu viel. Das sehe ich ein bisschen anders, ist ja klar.

Im Club trafen wir wieder aufeinander. Ich ermutigte sie, zu Shannon zu gehen, Jared würde nicht weit sein. Nachdem das geklärt war, verschwand ich in der Menge. Auch das war normal, es glich einem Ritual, wir betraten einen Club gemeinsam und gingen dann getrennte Wege. Meist trafen wir uns erst am nächsten Tag zuhause wieder. Wir wünschten uns nicht einmal viel Spaß, wir beide wussten, dass wir den definitiv haben würden, warum also mit Förmlichkeiten aufhalten?
Während ich mich umsah, ging ich in Richtung Bar. Ich musste lächeln als ich sah, dass Joe mir bereits einen Cosmopolitan hingestellt hatte. Joe war einer der Barkeeper, seiner Meinung nach der Beste. Ich konnte dazu noch nichts sagen, wir waren noch nicht ins Detail gegangen und ich entschied so etwas nicht anhand der Fähigkeit, gute Cocktails zu mixen. Da zählten für mich ganz andere Qualitäten. Ich betrachtete Joe etwas näher. Eigentlich kein schlechter Fang, wenn man auf Südländische Männer steht. Joe war braun gebrannt, hatte kurze dunkle, fast schwarze Haare und seinem Körper sah man an, dass er jeden Tag einige Stunden im Fitnessstudio verbrachte, obgleich er nicht aufgepumpt war. Wenn er lächelte – und er grinste quasi immer – strahlten seine Zähne mit seinen Augen um die Wette. Ich habe mir sagen lassen, dass er immer dann lächelte, wenn er mich sah, aber darauf gab ich nichts. Obwohl es mir auch schon aufgefallen war und ich ihn wirklich mochte, er war super!
Wenn ihr euch jetzt fragen solltet, warum zwischen uns dann nichts lief, vergesst ihr eine wichtige Tatsache. Er ist Joe. Einfach nur Joe. Nicht Joe Cocker (Ja, ich gebe zu, den würde ich auch nicht haben wollen). Seht ihr den Punkt? Es ist nichts besonderes an ihm. Er sieht gut aus, ist furchtbar nett, aber mehr eben nicht.
Ich war nicht immer so gewesen und vor drei Jahren hätte ich wohl anders darüber gedacht, aber das ist lange her. Ich redete nicht darüber. Niemals. Nur Kat wusste davon, logisch, sie war seit langem meine beste Freundin und hatte alles mitbekommen. Sie hatte mir ihre Art der Problembewältigung gezeigt. And I love it.
Ich hatte der Liebe abgeschworen, ich lebte mein Leben. Jetzt. Und ich hatte meinen Spaß. Was morgen war, interessierte mich nicht.
Ich saß inzwischen an der Bar, genoss meinen Cosmo und ließ meinen Blick über die Menge schweifen, immer auf der Suche nach dem Objekt meiner Begierde. Leider wurde ich enttäuscht. Zwar konnte ich viele ansprechende Männer sehen, Paul Wesley – und wegen dem ich schließlich da war– konnte ich nicht erkennen. Frustriert drehte ich mich wieder in Richtung Bar und wollte mir ein weiteres Getränk bestellen als ich bemerkte, dass sich jemand neben mich gesetzt hatte. Ich schielte nach links und aus dem Augenwinkel sah ich ihn. Ihn, nach dem ich Ausschau gehalten hatte. Er sah mich nicht an, ich war mir nicht einmal sicher, ob er überhaupt wusste, dass ich neben ihm saß. Nein, das wusste er mit Sicherheit nicht. Vermutlich erinnerte er sich nicht mal an mich.
Wir hatten uns nur kurz gesehen, auf irgendeiner Promi-Party. Ich meinte mich erinnern zu können, dass ich danach mit Gregory Tyree Boyce in seinem Hotelzimmer gelandet war. Normalerweise gab ich mich nicht mit „Babies“, wie Kat und ich Männer, ehm, Jungen in diesem Alter nannten, ab, aber, hey, Gregory sah nicht unbedingt schlecht aus. Und er hatte in Twilight mitgespielt, also war er ein guter Fang. Aber ich schweife ab. Auf eben dieser Promi-Party waren auch die Hauptdarsteller von „Vampire Diaries“, also eben auch Paul. Wir hatten uns nur kurz gesehen, eigentlich hatte ich mich mit Nina Dobrev unterhalten und er war dazu gestoßen. Ich hatte einfach mit irgendjemandem reden wollen und Nina war halt da gewesen. Sie hatte uns einander vorgestellt, doch Paul war nicht lange geblieben. Also eher unwahrscheinlich, dass er mich noch kannte.Wie sollte ich es also angehen? Himmel, normalerweise überlegte ich nicht lange, wenn ich einen Kerl ansprechen wollte, es fiel mir leicht.
„Joe, machst du mir noch einen Cosmo?“ fragte ich und sah dann nach links, nicht mehr versteckt. Ich musterte ihn. Paul trug ein schlichtes schwarzes Hemd, welches sich ungemein anziehend an seinen Körper schmiegte. Ich sah ihn an, darauf wartend, dass er sich vielleicht etwas anmerken lassen würde.
„Ehm, entschuldigung, aber, kennen wir uns?“ fragte er schließlich und sah mich an. Okay, er wusste also nicht, wer ich war.
„Nur mal kurz gesehen glaube ich.“ ich lächelte ihn an.
„Ach so.“ sollte das alles gewesen sein?
„Ich bin Alexis.“ stellte ich mich vor in der Hoffnung, dass er vielleicht reagieren würde.
„Paul“. Wieder nur so etwas einsilbiges.
„Und, wie geht’s dir?“
„Och, ganz gut.“ bekam ich als Antwort. Miene Güte, der war ja ein noch härterer Brocken, als ich gedacht hatte. Na, den würde ich schon knacken, auch wenn ich bereits ahnte, dass ich dieses Mal etwas länger dafür brauchen würde.
„Hast du keine Lust zu reden?“
„Doch, doch.“
„Das klingt ja sehr überzeugend.“
„Ja, nee, also doch, klar.“
„Dann zeig es mir halt auch. Was machst du hier?“ ich verdrehte die Augen.
„Ich sitze an der Bar, einer hübschen Frau gegenüber, die sich mit mir zu unterhalten versucht.“ er lächelte und es war dieses Lächeln, welches mir die Sprache verschlug. Nicht nur sein Mund lächelte, seine Augen gleich dazu. Sie strahlten regelrecht und ich merkte, wie ich mich in ihnen verlor.
„Hallo?“ fragte er scheinbar zum wiederholten Male und holte mich damit in die Realität zurück.
„Ehm ja, … gut... willst du tanzen?“
„Nee, lass mal. Aber du kannst sehr gerne gehen.“
Das klang wie ein Rausschmiss. Mission gescheitert, würde ich sagen – für's erste.
„Ja, dann gehe ich mal. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Viel Spaß noch.“
Ich wartete nicht darauf, dass er etwas erwiderte, sondern ging so elegant wie möglich und krampfhaft versucht, mir meine Frustration nicht anmerken zur lassen, zur Tanzfläche. Ich hatte das Gefühl, dass er mir nach sah, doch ich drehte mich nicht um.
Passenderweise hatte der DJ gerade ein deutsches Lied eingelegt. Ich liebte den Beat dieses Liedes und hatte mir einen Abend Zeit genommen, um das Lied zu übersetzen. Als ich den Text dazu ebenfalls verstand, hatte ich es zu meinem Lied erklärt. Es schien jedoch auch hervorragend zu Paul zu passen.
Eiskalt.
Und das war er.
Auf der Tanzfläche ließ ich mich gehen, ich vergaß die Welt um mich herum...
...bis sich zwei Hände an meine Hüften legten und mich an einen Körper pressten. Ich wollte mich umdrehen, herausfinden, wer sich da an mich heranmachte, doch derjenige hinter mir wusste das geschickt zu verhindern. Eine Weile tanzten wir so, meine Neugier wuchs mit jeder Bewegung. Ich wollte wissen, wer der Mann hinter mir war, denn es war ein Mann, dessen war ich mir sicher. Keine Frau könnte so tanzen.
„Na, bist du bei deinem Vampir abgeblitzt?“ flüsterte er mir ins Ohr. Eigentlich wäre ich bei dieser Frage in die Luft gegangen, aber irgendetwas hielt mich davon ab. Ich wusste nicht, ob es seine Stimme war, die mir bekannt vorkam. Ungeheuer sanft, Himmel, sie raubte mir meine Sinne, sodass ich nicht einmal eine schlagfertige Entgegnung bringen konnte.
„Stehst du auf Vampire?“ flüsterte er erneut an meinem Ohr.
„Welche Frau tut das nicht?“ gab ich zurück.
Und dann das unglaubliche.
„Gestatten? Henry Fitzroy.“Noch bevor ich realisieren konnte, was er gerade gesagt hatte, schob er meine Haare auf der linken Seite meines Halses zur Seite. Ich erschauderte, als seine Finger meine Haut berührten. Ich nahm eine Bewegung wahr, dann senkte er seinen Mund auf die freie Stelle an meinem Hals und streifte mit den Zähnen meine Haut. Mir entwich ein leises Stöhnen. Er zog sich zurück.
„Hey, ich hätte nicht gedacht, dass das wirklich klappt.“
„Mehr.“ bat ich leise. Ich hörte ihn lachen, dann drehte er mich um und ich sah ihm direkt in seine wunderschönen Augen. Tatsächlich. Er war es.
„Mehr gibt’s aber nur von Kyle...“
Ich tat, als müsse ich mir das erstmal überlegen.
„Aber, von dem kenne ich ja noch gar nichts. Das ist mir dann doch etwas zu ungewiss.“
„Hm, was machen wir denn da?“
„Ich muss mich erstmal informieren...“ ich grinste und fuhr mit meiner Hand unter sein Shirt – nicht schlecht, stellte ich fest – „mit wem oder was ich es denn zu tun habe.“ und mit diesen Worten fasste ich, breit grinsend, zwischen seine Beine. Die erwünschte Reaktion kam sofort. Er keuchte auf und unter meiner Hand tat sich etwas. Ich zog sie wieder zurück und sah ihn an.
„Dann muss ich mich jetzt wohl auch mal vorstellen.“ sagte er und sein Gesicht näherte sich dem meinen. Kurz bevor sich unsere Lippen trafen, hielt er inne, sah mir noch einmal tief in die Augen, und küsste mich. Automatisch öffnete ich meinen Mund für seine Zunge, wenn schon Vorstellung, dann aber richtig. Wow, er hatte es wirklich drauf, er musste sich beim Filmen sicherlich nicht groß anstrengend und seine weiblichen Kollegen würden sich auf jede Kussszene freuen. Unsere Lippen fochten einen Kampf aus, keiner war bereit nachzugeben. Wir lösten uns atemlos voneinander.
„Und, was hältst du von Kyle?“
„Ich müsste ihn noch etwas näher kennen lernen...“
„Aber nicht hier!“ sagte er und zog mich hinter sich her in Richtung Ausgang.
„Ist dein Hotel hier in er Nähe?“ fragte er mich, als wir in der Tiefgarage angekommen waren, seine Hand lag auf meinem Hintern – unter dem Kleid. Ich machte mir keine Gedanken darüber, dass es jemand sehen würde.
„So ähnlich.“ ich führte ihn zu meinem Auto und bedeutete ihm, einzusteigen.
„Nettes Auto.“ er lachte, während ich auf die Straße einbog.
„Hey, nichts gegen mein Baby.“
„Schon gut.“ beruhigend tätschelte er meinen Oberschenkel, dann ruhte seine Hand einen kurzen Moment zwischen den Beinen. Ich trat die Kupplung, schaltete einen Gang höher und gab Gas. Darauf schien er gewartet zu haben, denn er schob seine Hand direkt zu meiner Mitte.
Ich wollte etwas sagen, doch da begann er, leicht zu tippen. „Oh.“ entfuhr es mir.
„Na, gefällt dir das?“ hauchte er.
Ich zuckte mit den Schultern, was sich als ein Fehler herausstellen sollte. Denn das nahm er als Ansporn, um mich unter meinem Tanga zu berühren. Was nicht unbedingt gut für meine Fähigkeiten als Autofahrerin war. Mit Mühe schaffte ich es, uns heil nach Hause zu bringen.
„Hotel... soso“
Ich zog ihn hinter mir her. Im Flur sah ich Kats Kleidung liegen.
„Na, hier hat wohl noch jemand Besuch.“ Kyle grinste breit. Dann zog er mich zu sich heran und begann mich wild zu küssen, während er hinter meinem Rücken den Reißverschluss meines Kleides herunterzog. Einen BH trug ich nicht und auch mein Tanga flog schnell durch die Luft. Dass er nun aber so vollkommen bekleidet vor mir stand konnte ich nicht zulassen. Schnell zog ich ihm seine Hose herunter, auch der Rest seiner Kleidung flog schnell durch die Luft. Ich schob ihn weiter, ich wollte es Kat nicht gleich tun. Er öffnete die Tür hinter sich und wir fanden uns in der Küche wieder. Ohne unseren Kuss zu unterbrechen schob ich ihn weiter, spürte seinen steifen Schwanz nur zu gut nahe an mir. An den Schränken machte ich einen Zwischenstopp, wir waren für alle Fälle gerüstet und hatten an den unmöglichsten Stellen Kondome, so natürlich auch in einer der Schubladen. Ich fragte ihn gar nicht erst, sondern stülpte ihm das Gummi sofort über. Er hob mich hoch, meine Beine schlang ich um seine Hüften und er setzte mich auf dem Tisch ab. Er lag über mir, ich atmete seinen Geruch ein, konnte es nicht erwarten, ihn in mir zu spüren. Er winkelte mein Bein ein wenig an und drang mir nur einem Stoß in mich ein. Sofort begann er sich zu bewegen, meine Hände wanderten an seinem Körper herab, die Wirbelsäule entlang, bis ich an seinem Arsch ankam und diesen zu kneten begann. Schneller wurden seine Bewegungen, ich stöhnte, als er immer öfter und heftiger an meinen Venushügel stieß. Als er dann auch noch begann mit seinen Händen meine Brüste zu massieren, war ich kurz vor der Klippe. Ich keuchte, merkte, wie ich mich um seinen Penis zusammenzog. Sein Schwanz zuckte, ich merkte, dass auch er kam. Mein Becken wollte näher zu ihm heran.
Mein Orgasmus schien eine halbe Ewigkeit zu dauern, als meine Muskulatur nur noch schwach zuckte, öffnete ich die Augen und sah ihn an.
„Wie wäre es mit einer zweiten Runde?“ fragte er, schwer atmend und doch nahm, ich war, dass sein Penis, den er aus mit gezogen hatte, noch immer unglaublich hart war.
„Gern, aber dann zeige ich dir, wie ich es mache.“
„Sag mir nur wo.“
Ich zog ihn hinter mir her, schaffte es gerade noch, die Tür hinter mir zuzuziehen, als wir Runde zwei in meinem Zimmer begannen. Es folgten in der Nach noch zwei weitere Runden...
Ich wachte erst am späten Mittag auf, er war schon weg. Ein Zettel lag neben mir, mit seiner Telefonnummer und den Worten „Ruf mich an“

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