Es klingelte es an unserer Haustür und wenige Minuten später klopfte es an meiner Zimmertür.
„Was ist denn Lex, ich sagte dir doch ich habe zu tun.“, sagte ich und blickte von meinem Laptop auf und staunte nicht schlecht.
Ian trat grinsend herein und legte den Kopf schief. „Hallo Kat.“
„Oh hallo, mit dir hab ich jetzt wirklich nicht gerechnet.“
„Hättest du auf meine Anrufe reagiert, wüsstest du dass ich wieder in der Stadt bin.“ Unschlüssig stand er herum.
„Kann ich dir irgendwas anbieten oder so?“, versuchte ich vom Thema abzulenken. Ja ich hatte ihn ignoriert,
Ian schüttelte den Kopf. „Nein danke. Wie geht’s dir Kat?“
„Ehm gut danke und selbst?“
„Wie ich gesehen habe, hast du die zwei Wochen in denen ich weg war, genutzt!“, antwortete er fast tonlos.
„Genutzt? In Bezug auf was?“
„Jared Leto.“ Seine Augen funkelten.
„Ich weiß nicht was du meinst… Wir sind Freunde.“ Warum hatte ich eigentlich gerade das Gefühl, mich verteidigen zu müssen?
„Freunde?“
„Ian was…“
„Schätzchen ich weiß dass ich keinerlei Exklusivrechte an dir haben, wie du immer so schön sagst, aber ich hätte ein wenig mehr Taktgefühl schon erwartet!“, erklärte Ian bissig.
„Bitte was?“, ich zog meine Lesebrille aus und stand von meinem Bett auf.
„Du hast mich schon verstanden. Was denkst du wie ich mich fühle, wenn du dich ablichten lässt mit dem nächst besten Typen?“
„Ehm.. Entschuldigung aber ich verstehe nur Bahnhof.“
„Jared und du am Santa Monica Pier. Händchenhaltend..ratterts?“
„Darf ich mich jetzt nicht mal mit Freunden treffen? Jetzt halt mal die Luft an Ian. Was soll der Scheiß überhaupt?“
„Verdammt Kat, ich … ich…“
„Was IAN?“, schrie ich wütend, mich kotze diese ganze Eifersuchtsnummer langsam aber sicher richtig an.
„Ich empfinde etwas für dich.“, murmelte er leise.
„Ooooh…“, gab ich geschockt zurück und senkte meinen Blick.
„Es…es tut mir leid… ich hätte… shit…“, stammelte er herum. „Das verändert alles… und Baby, ich kann einfach nicht…“
„Nein, Ian, ich kann nicht… ich kann das hier nicht.. Dir irgendwelche Hoffnungen zu machen, wäre unfair. Ich bin kein Beziehungstyp, war ich nie und werde ich wohl nie sein. Es tut mir leid, wenn ich deine Zeit verschwendet habe.“
„Empfindest du denn gar nichts für mich?“
„Ich liebe dich nicht, wenn du das meinst. Tut mir leid.“
„Du…du…“, er versuchte sich zu kontrollieren und wandte seinen Blick von mir ab. „Immerhin bist du ehrlich. Tut mir leid, dass ich es vermasselt habe. Du bist eine wunderbare Frau.“
Ian kam auf mich zu und zog mich fest in seine Arme. „Ich wünsche dir alles Gute mit…“ Er hielt inne.
„Da ist nichts.. Außer ein paar Küssen, ist nichts gewesen… Wir sind Freunde, mehr nicht.“
„Ich hoffe du findest nach dem was du suchst, Kleines. Leb wohl!“, Ian hauchte mir einen kleinen Kuss auf die Stirn, ehe er sich hektisch umdrehte und aus meinem Zimmer lief.
„Ian war heute bei mir gewesen!“, sagte ich leise und biss in meinen Hot Dog. Wir saßen auf einer Bank in den Hills, hatten einen wunderschönen Blick über die Stadt.
Jared verschluckte sich an seinem vegetarischen Tacco und sah auf. „Und das erwähnst du so nebenbei?“
„Hm...tschuldigung.“, erwiderte ich schulterzuckend.
„Und was hat er gesagt?“, fragte Jared neugierig und musterte mich.
„War seltsam. Er war eifersüchtig, verletzt. Du hattest Recht, er empfand was für mich. Sag mal, wusstest du dass es Bilder von uns beiden gibt vom Santa Monica Pier?“
Sein Grinsen war mir als Antwort genug. „Warum hast du mir das nicht gesagt?“
„Was ist schon dabei? Es sind immerhin keine Knutschfotos..“
„Immerhin? Pah, wann hast du mich denn zum letzten Mal geküsst?? Ach nee warte, wir sind ja nur Freunde beziehungsweise haben uns vor ein paar Tagen dazu entschlossen Freunde sein zu wollen.“
„Kat… jetzt wirst du unfair. Du hast das entschieden.“
„Ja nach deiner tollen Ansprache!“ Ich boxte ihn in die Seite.
„Meiner Ansprache?“ Jared prustete los.
„Was soll ich sagen, du hast mir die Augen geöffnet.“ Theatralisch legte ich eine Hand auf mein Herz und klimperte mit den Augen.
„Du Spinnerin.“, gab er immer noch lachend zurück. „Bist du dir sicher?“
„Ja zum ersten Mal in meinem Leben, kann ich sagen, dass ich mir wirklich sicher bin!“
„Ich bin stolz auf dich Kleines und du weißt hoffentlich, dass ich immer für dich da sein werde, egal was kommt.“ Sanft legte Jared einen Arm um mich und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
Ich seufzte wohlig. Das war der Beginn eines neuen Lebens, einer neuen Kat…
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